Gesprächspraxis

Psychologische Beratung & Kunsttherapie

Die Praxis

Hier einige  Impressionen aus meiner Praxis.


Drei Kerngedanken leiten mich in meiner Gesprächspraxis:

„Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare“ – charakterisiert Christian Morgenstern die Seele.

In der wörtlichen Übersetzung bedeutet Psychotherapie zweierlei: Zum einen die Behandlung der Seele bzw. seelischer Probleme, die sich auch in körperlichen Schmerzen (Psychosomatik) zeigen können, zum anderen eine Behandlung mit ‚seelischen’ Mitteln, im Gegensatz zu beispielsweise medikamentöser Behandlung durch Psychopharmaka. Als seelische Mittel, 'geistige Medikamente', setze ich die Kunsttherapie und die Gesprächstherapie ein. Die Lehre der Psychosomatik bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen somatischen (körperlichen) Störungen, Symptomen oder Krankheitsbildern und der Psyche. Es wird angenommen, daß die Psyche starken Einfluss auf den Verlauf von verschiedenen Krankheitsbildern hat, manche sogar erst hervorrufen kann. 

Eine somatoforme Störung ist eine Bezeichnung für eine psychogene Störung mit wiederholten auftauchen körperlicher Symptome. Eine Psychosomatose als psychosomatische Erkrankung ist in erster Linie durch gedankliche (mentale) Prozesse bzw. Gefühle wie Angst, Depression oder Schuld ausgelöst, ihr liegen aber wiederum fassbare körperliche Veränderungen zugrunde. Bei somatischen Erkrankungen wie dem Asthma bronchiale und der gastroduodenalen Ulkuskrankheit können z.B. psychische Ursachen zugrunde liegen. Bei einer Psychosomatose handelt es sich um eine Organerkrankung, die durch psychische Konflikte ausgelöst wird. Emotionale Belastung und starker Stress sind die Hauptauslöser der Psychosomatose. 

Die Gesprächstherapie nach Carl Ransom Rogers hat sich in der Behandlung psychosomatischer Beschwerden bewährt. Manche Psychotherapie-Verfahren, z.B. Gesprächstherapie, eignen sich für psychosomatische Beschwerden besser als andere.

In der Gesprächspraxis orientiere ich mich an den Beratungskonzepten der Humanistischen Psychologie und insbesondere an der von dem amerikanischen Psychotherapeuten Carl R. Rogers entwickelten Gesprächstherapie sowie dem von den österreichischen Philosophen Rudolf Steiner in seinem Standardwerk: "Die Philosophie der Freiheit: Grundzüge einer modernen Weltanschauung." begründeten Freiheitsbegriff.

(…) Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen.“ (Steiner, GA 004, S 165)

Seelisches Leid kann extrem vielschichtig sein. Wenn ein Mensch zum Beispiel keine Sicherheit im Umgang mit seinen Gefühlen gewinnt, können daraus Krisen oder Leiden entstehen. Wenn gekränkte seelische Empfindungen nicht wahrgenommen und bearbeitet werden, werden sie nicht selten in eine körperliche Erkrankung 'verschoben'. Gesund werden wollen heißt in diesem Zusammenhang, sich auf den Prozess einer seelischen Entwicklung, der zur Gesundung existenziell ist, einlassen zu wollen.

„Psychotherapie ist ein Prozess, durch den der Mensch eins wird mit seinem Erleben, ohne Selbsttäuschung, ohne Verzerrung, [...] ein Prozess der Erkundung der eigenen Person.” (Rogers/Wood 1974, 140)