Gesprächspraxis

Psychologische Beratung & Kunsttherapie

Anpassungsstörungen

Anpassungsstörungen sind Ausdruck eines gestörten Anpassungsprozesses nach einer einschneidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen. Es kommt zu unterschiedlichen affektiven Symptomen sowie sozialer Beeinträchtigung. Die Störung dauert meist nicht länger als sechs Monate.
Die Belastung kann im Verlust enger Bezugspersonen (Trennung, Tod) oder gravierenden Veränderungen der sozialen Umgebung (Emigration, Flucht) bestehen. Auch chronische Belastungsfaktoren (z.B. ernsthafte Schwierigkeiten im Beruf) können verursachend sein. Innerhalb eines Monats (ICD-10) kommt es zu depressiver Verstimmung, Angst, andauernder Besorgnis, Beeinträchtigung der beruflichen oder schulischen Leistungsfähigkeit, evtl. auch zu sozial destruktivem Verhalten. Unterformen werden nach vorherrschender Symptomatik unterschieden (affektive Symptomatik, soziale Beeinträchtigung oder Mischung). 

Art und Schwere der Symptomatik können sich im Laufe der Zeit wiederholt ändern. Der Beginn ist nach ein bis drei Monaten, die Dauer selten länger als sechs Monate.